Hypnosetherapie im Seetal Luzern

#Fall – Nichtrauchen

 

Anamnese und Ziel
Kundin, 69-jährig, starke Raucherin seit über 40 Jahren. Aktuell raucht die Dame noch 4 bis 6 Zigaretten am Tag und schädigt damit arg weiter ihre bereits angeschlagene Gesundheit. Sie entschied sich, mittels Hypnose Nichtraucherin zu werden. Ihr Ziel: „Ich bin frei, selbstbestimmt und Nichtraucherin für mein gesundes Leben. Ich habe die Kontrolle zurück.“

Die Kunde hatte ein reiches Leben. Daraus resultieren zwei Kinder und 4 Enkelkinder. Sie erlernte seinerzeit den Beruf als Kinderkrankenschwester. Die Frau erlebte ich sehr lebendig bis ungeduldig, aber zielstrebig und voller Humor.

Nach der ausführlichen Anamnese und Festlegung der Ziele erfuhr ich weiter, dass die Kundin nebst dem schädlichen Rauchen gesundheitlich mehrere Auffälligkeiten vorweist und somit Beschwerden und Schmerzen hat. Zudem stehen ihr operative Eingriffe bevor. O-Ton Kundin mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Fragen sie mich lieber, was ich nicht habe…“, was mich natürlich eher zur Frage verleitete: „Weshalb hat die Dame wohl das alles…?“

Sie beschrieb, dass ihr die erste Zigarette am Morgen die liebste sei. Das Rauchen an sich gäbe ihr auch eine Art Legitimation für eine Pause (Ruhe/Erholung/Entspannung). Jetzt sei sie aber fest entschlossen und auch ihrer Gesundheit zu liebe, das Rauchen gänzlich hinter sich zu lassen.

Behandlung
Die Hypnose wurde eingeleitet und die Dame entspannte sich sehr gut. Währenddessen führte ich die Frau an einen für sie angenehmen Ort. Ein Ort der Sicherheit, der Gesundheit, des Urvertrauens, der Liebe und Geborgenheit. Sie sass da gemächlich, erfahren und weise in einem Schaukelstuhl und beobachtete von dort aus das weitere Geschehen.

Ich konfrontierte ihr Unterbewusstsein real mit der Vergangenheit ihres Raucherlebens, welches sie ja nur zu gut kannte; ihr Atem und ihre Hände stinken nach Rauch, ihre Lunge ist müde und kann ihre natürlichen Funktionen nicht mehr ausüben, sie wird krank und so weiter und so fort.

Im Gegenzug liess ich sie aber auch an einen wunderbaren gesunden, schönen, sichereren, vertrauten Ort gleiten. Sie fühlte sich stark, selbstbestimmt, frei und vor allem gesund. Dort gefiel es ihr sehr gut. Ebenso waren die Gefühle von Druck, Stress und Angst verschwunden.

Nicht verwunderlich, wählte die Kundin letztlich weise am neuen Ort, stark, selbstbestimmt, frei und gesund als Nichtraucherin leben zu wollen. Weitere Suggestionen – vor allem in Bezug auf ihre Gesundheit – rundeten die ungefähr zwei-stündige Sitzung ab.

Beim Nachgespräch war die Kundin sehr aufgewühlt. Ich erkannte, dass sie – nebst dem Wunsch zur Nichtraucherin und JA zu ihrer Gesundheit und Selbstbestimmtheit – weitere Ereignisse sehr beschäftigten. Als ich nachfragte, trat das Wort „Scheissleben“ schnell und ungefiltert hervor. Etwas verblüfft begriff ich dann, dass ihre gesundheitlichen Probleme weitgehendst mit vielen anderen Ereignissen aus ihrer Vergangenheit (O-Ton: ihrem Schweissleben) zusammenhängen und die Nichtraucher-Behandlung lediglich ein Tropfen (aber immerhin…) auf den heissen Stein bedeutete.

Ich erfasste, dass die mir zu Beginn der Sitzung intuitive Frage „Weshalb hat die Dame wohl das alles…? die tieferliegenden Antworten in Bezug auf ihr gesamtes Wohlbefinden darstellten.

Zwischenzeitlich ist die Frau Nichtraucherin und arbeitet zu Gunsten ihrer Gesundheit weitere belastende, „unverdaute“ Ereignisse aus der Vergangenheit mittels Hypnose auf. BRAVO.

Es ist nicht immer wie es scheint:
Der Kern dieser Sitzung oblag grundsätzlich dem Nichtrauchen zu Gunsten Gesundheit und Selbstbestimmung. Weitere Ereignisse verknüpft mit negativen Emotionen aus der Vergangenheit trugen jedoch wesentlich zum Gesundheitszustand bei. Deshalb Achtung…,  es ist nicht immer wie es scheint.

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Portrait Beatrice Weibel

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