Hypnosetherapie im Seetal Luzern

#Fall – Psychischer Missbrauch

 

Anamnese und Ziel
Kundin, 32-jährig, von Blockaden und extremen Stimmungsschwankungen geplagt. Sie wuchs in einem toxischen Elternhaus auf. Der Vater war sehr kalt und dominant, die Mutter manisch-depressiv und interessierte sich nur für ihren jüngeren Bruder. Wertschätzung und Anerkennung erfolgte für sie ausschliesslich über Leistung. Die Kundin verfügt (O-Ton) „über eine traurige Grundstimmung.“ Ihr Ziel: „Ich will meinen inneren Frieden finden; ruhig, selbstbewusst und wertschätzend.“

Die Kundin ist verheiratet und heute als selbständige Expertin im Finanzbereich unterwegs. Weiter organisiert und plant sie als Familienmanagerin ihre beiden Kinder, 3- und 6-jährig sowie der ihr obliegende Haushalt. Zu ihren Eltern und ihrem Bruder pflegt sie seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr. Trotzdem fühlt sie sich schuldig und verantwortlich.

Ihre Kindheit beschreibt sie als langweilig, immer musste gespart werden, und die Familie verfügte über kein soziales Netzwerk. Für ihren Vater waren alle anderen „Tuble, ungebildet, unwissend, blöd….“ Diese und viele weitere gleichgültigen Äusserungen ihres Vaters brannten sich bereits im Kindesalter in den jungen Körper ein. Als dann die Kundin 7 Jahre alt war, kam ihr Bruder, als absolutes Wunschkind, zur Welt. Noch mehr im Hintertreffen spielte sie ab dann definitiv die zweite Geige, musste immer schön artig und gehorsam sein, war immer an allem schuld, die Dumme und die Böse. Die Kundin wuchs so auf, kannte nichts anderes und bewertete innerlich diese Gefühle als normal. Mit ihrem Verhalten wurde sie auch in der Regelschule ausgegrenzt. Nichts desto trotz war sie eine gute Schülerin, absolvierte später das KV und bildete sich zur Treuhänderin weiter aus. Während dieser Zeit begegnete sie (leider) immer wieder ähnlichen cholerischen Typen, in Beziehungen und im Job. Sie wurde ausgebeutet und ihr Herz fühlte sich schwer an, dennoch reagierte sie mit dem was sie kannte: Noch mehr leisten für Wertschätzung, Anerkennung und Liebe. Sie fühlte sich psychisch ausgelaugt und missbraucht. Die (natürliche) Versorgung ihres Körpers (wie Benzin für einen Motor) war nicht mehr gewährleistet, so dass ihr Körper fortan immer wieder unkontrollierte Burzelbäume schlug und sie traurig, hilflos, blockiert und ängstlich wurde. Die Kundin ist voll in Lebensfreude, doch die Stimmungsschwankungen wirken sich zwischenzeitlich immer mehr negativ auf ihre Liebsten aus.

Behandlung
In der ersten Sitzung liess ich das System der herzlichen jungen Frau in Hypnose erstmals ruhen und durchatmen. Keine Leistung, keine Bewertung, kein Auftrag, keine Aktivität. Ich begleitete sie auf eine wunderbar erholsame Reise. Imaginär stellte sie sich einen Ort in der Natur vor; sie war mitten in einer bunt blühenden Frühlingswiese, sah Bienen und Schmetterlinge, hörte Vögel singen, nahm die wärmenden Sonnenstrahlen auf ihrer Haut war, alles erscheint ihr so angenehm ruhig und friedlich. Ich bat sie dann, sich einfach eine Decke auszubreiten und sich darauf so bequem als möglich hinzusetzen oder hinzulegen. Und so liess ich ihr System erstmals an dieser Schönheit, dieser Ruhe, dieser Weite weiden.
Gestärkt arbeiteten wir dann zusammen die Vergangenheit auf. Ihre Eltern, ihr Bruder, frühere Freunde und Vorgesetzte hatten sehr viele negative Emotionen in ihr hinterlassen. Dabei flossen viele Tränen und reinigten sogleich ihren kindlichen (und heutigen) Schmerz. Wir erklärten ihrem Unterbewusstsein, dass sie es verdient hätte, sich endlich aus ihrem Gefängnis zu befreien, dass sie es verdient hätte, ans Licht zu kommen, frei zu sein, glücklich zu sein, geliebt zu werden und sie hier in der Gegenwart, im Sein sich unbegrenzt und abgenabelt austoben darf. Sie wertvoll, liebenswert und einzigartig sei, sie selbstbewusst, ruhig und in Liebe für ihre Familie da sein und sorgen darf, dass sie nicht mehr das kleine hilflos ausgelieferte Mädchen von früher sei. Die Wandlung fand in ihrem Körper statt und konnte am weichen, milden, liebenswürdigen Gesichtsausdruck erkannt werden.

Bereits am Abend des ersten Therapietages schrieb mir die Kundin eine SMS, dass sie das Verhalten ihrer beiden Kinder ihr gegenüber kaum glaube. Sie seien so lieb und nahbar, überhaupt nicht laut und anstrengend. Sie selber fühle sich erstmals auch so gänzlich frei und deshalb in Ruhe und Gelassenheit.

In der zweiten Sitzung berichtete mir die Kundin, dass weitere ausnahmslos positive Ereignisse stattgefunden haben. Und sie fühle richtig, dass sie keine Verantwortung von früher oder Emotionen von anderen mehr übernehmen müsse. Sie könne sich klar abgrenzen, fühlt sich locker und nicht so „verborrt“.

In dieser zweiten Hypnosesitzung stärkten und vertieften wir zusammen weiter ihre Ziele und Wünsche mittels der Chirotrance Hypnose. Bei der Chirotrance Hypnose wird der Klient komplett ohne Worte behandelt. Die Trance-Einleitung und die komplette Behandlung erfolgt ausschliesslich über die Hände des Hypnosetherapeuten. Da die komplette Sitzung ohne Worte abläuft, finden auch keinerlei Suggestionen statt und die Klienten sind völlig frei von äusserer Beeinflussung. Im Vordergrund stehen nonverbale Faktoren, wodurch der “Innere Heiler” und das autonome Nervensystem des Menschen optimal arbeiten können, um die ganzheitliche Harmonie wieder herzustellen.

Inzwischen darf sich das Unterbewusstsein der Kundin vollends auf deren neue Programmierung einlassen und darauf vertrauen.

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Portrait Beatrice Weibel

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